Mal wieder Kind sein — Mit LEGO® SERIOUS PLAY®

Ein Kind, das kein LEGO® liebt? Ich sage einfach mal, das gibt es nicht! Egal was gebaut wurde, ob ein Bauernhof, ein Piratenschiff oder eine Feenlandschaft – der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt, alles war auf einmal möglich und jeder konnte seine individuellen Ideen verwirklichen.

Was bei Kindern so herrlich funktioniert, sollte doch eigentlich bei erwachsen Gewordenen doch eigentlich auch noch möglich sein. Diesen Gedanken verfolgt LEGO® mit seiner Marke SERIOUS PLAY®. Aber was ist SERIOUS PLAY® eigentlich und ist es etwas anderes als „normales“ LEGO®? Julian Kea gab in einem spannenden Workshop einen kurzen Einblick in diese neue Lehr- und Lernmethode.

LSP soll Ideen fördern, Kommunikation verbessern und Problemlösungen beschleunigen.

Es ist als Einzelperson und in Gruppen anwendbar und verknüpft somit auf spielerische Art die Modelierungsmöglichkeiten von LEGO® mit den Anforderungen der Geschäftswelt.

Zuerst dachte ich, LSP hätte besondere Steine. DUPLO® ist ja immerhin auch auf seine sehr junge Zielgruppe zugeschnitten. Stattdessen erwartete uns alle ein kleines Täschchen mit ganz normalen Bausteinen und -teilen. Ein Männchen, Brückensteine, ein Propeller, Fähnchen, Steine in allen möglichen Größen. Auffällig war, dass es nicht gerade viele waren. Bis dahin war mir schleierhaft, wie ich aus so wenig Material etwas Passables bauen sollte.

KORUs Blog: LEGO® SERIOUS PLAY® - Denke mit Deinen Händen

Julian erklärt den Ablauf

  1. Es wird eine Frage/Aufgabe in die Runde gestellt, für die jeder anschließend eine gewisse Zeit zur Bearbeitung hat.
  2. Jeder beantwortet die Frage mit einem individuellen Bauwerk. Das Interessante: Jeder hat in seinem Täschchen die gleichen Steine.
  3. Nach der Fertigstellung des Kunstwerks hat jeder die Gelegenheit seine Lösung zu erläutern. Die Teammitglieder können auch Fragen stellen: Hat die rosa Kopfbedeckung des Männchens eine besondere Bedeutung? Bedeutet die nach hinten wehende Fahne, dass es Gegenwind gibt?
  4. So werden die Bauwerke nacheinander reflektiert.

 

So einfach wie es klingt, war es dann auch. Kaum war die erste Frage gestellt, fingen alle eifrig an zu bauen, zu gucken und zu lachen. Es war eine tolle Atmosphäre und jeder hatte Spaß. Der nicht auf Kosten der Produktivität ging, ganz im Gegenteil. Alle Teilnehmer kreierten fantastische Figuren, die sowohl vom Äußeren als auch von der Bedeutung grundverschieden waren. Die Bauwerke zu sehen, die Erklärungen und Gedanken dazu zu hören, war eine wahre Bereicherung.

KORUs Blog: LEGO® SERIOUS PLAY® - Denke mit Deinen Händen

Meine besondere Erkenntnis war, dass man durch die Limitierung der Steine gezwungen war, zu improvisieren. Eine Figur, die vielleicht auf den ersten Blick total verrückt und unkoordiniert aussah, gewann mit einer Erklärung so viel an Bedeutung und Tiefe, so dass der Sinn überhaupt nicht mehr anzuzweifeln war.

Fazit

Für mich waren das wundervolle Stunden des kreativen Arbeitens, in denen man zugleich Erwachsener und Kind sein konnte. Wie früher war hier alles möglich und jede noch so verrückte Idee umsetzbar. Es ist definitiv eine tolle Möglichkeit, die individuellen Potentiale und Ideen von Menschen, Mitarbeitern und Führungskräften zu erfahren, sie greifbar zu machen und anderen zu erklären.

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