KORUs Blog: Motivation und Leistung

Mit mehr Motivation zu mehr Leistung

Die Tage nahm ich an einem interessanten Workshop von Nele Kreyßig zum Thema Motivation teil. Wenn wir motiviert sind (und das wissen wir auch ohne einen Workshop besucht zu haben), geht uns alles wesentlich leichter von der Hand. Doch darüber hinaus habe ich noch einige Gedanken mitgenommen, die bei mir einen Aha-Effekt erzeugt haben und die ich mit Ihnen teilen möchte.

Zunächst mal zur Begrifflichkeit. Der Duden definiert wie folgt.

Motiv: Überlegung, Gefühlsregung, Umstand o. Ä., durch den sich jemand bewogen fühlt, etwas Bestimmtes zu tun; Beweggrund; Triebfeder
Motivation: Gesamtheit der Beweggründe, Einflüsse, die eine Entscheidung, Handlung o. Ä. beeinflussen, zu einer Handlungsweise anregen

 

Es gibt eine extrinsische und eine intrinsische Motivation. Die extrinsische Motivation ist im übertragenen Sinn die Möhre, die man dem Esel vorhält. Dagegen kommt die intrinsische Motivation aus einem selbst heraus. Wir tun Dinge einfach weil sie uns Spaß machen und uns begeistern – ohne, dass wir eine Belohnung dafür erhalten.

Extrinsische Motivation

KORUs Blog: Motivation und Leistung - extrinsische Motivation

Hin-zu- und Weg-von-Motivation

Interessant finde ich auch den Gedanken der Weg-von- und der Hin-Zu-Motivation. Die Weg-von-Motivation veranlasst mich, mich von einem (ungewollten) Ausgangspunkt fortzubewegen. Problem: Oft kenne ich dabei nicht das Ziel, auf das ich mich hin zubewege, denn ich möchte ja in erster Linie nur weg von etwas. Das Gegenteil ist die Hin-zu-Motivation. Sie ist klar zielgerichtet, aber möglicherweise ziehe ich dabei etwaige Probleme nicht in Erwägung.

KORUs Blog: Motivation und Leistung - Weg-von-Motivation
KORUs Blog: Motivation und Leistung - Hin-zu-Motivation

Motivationspotentialanalyse

Nele gab auch einen Einblick in die Motivationspotentialanalyse. Sie geht von 26 verschiedenen Motiven aus, die jeder von uns in sich trägt. Allerdings sind bei jedem die Motive unterschiedlich ausgeprägt und sind immer im individuellen Kontext zu sehen.

Beispiel
Karin und Marina haben beide das Motiv „Kontakt“ zu 80% ausgeprägt. Karin möchte nach der Arbeit am liebsten immer noch was mit den Kollegen trinken gehen. Marina möchte aber immer direkt nach Hause. Zwar haben beide ein großes Motiv „Kontakt“, aber Karin lebt es am liebsten mit Freunden und Kollegen und Marina mit ihrer Familie.

 

Kennen wir also unsere Motive und wie wir sie leben, können wir „mehr“ aus uns herausholen, das Leben fällt uns einfach leichter, weil wir weniger (Willens-) Kraft benötigen.

Oder noch einfacher: Durch eine effektivere Nutzung unserer Motivation können wir persönliche Bestleistungen erzielen!

Das veranschaulicht die Leistungsformel

Beispiel
Silvio hat eine gewisse Fachkompetenz (Können). Beziffern wir sie in diesem Beispiel mit dem Wert 10. Das Wollen bestimmt sich aus Silvios individuellem Motivationspotential und einer entsprechenden Rahmenbedingung. Silvio war vorher im Controlling. Dort betrug sein Wollen den Wert 5 (vielleicht war sein relevantes Motivationspotential klein oder es war wenig ausgeprägt). Nun wechselt Silvio ins Marketing und hat dort einen Wollen-Wert von 10.

 

Das bedeutet zusammengefasst:
Controlling: 10 x 5 = 50
Marketing: 10 x 10 = 100

Silvios Leistung verdoppelt sich also alleine durch das unterschiedliche Leben seiner Motive!

Für mich ist das ein Grund zum Nachdenken. In diesem Sinne wünsche ich auch Ihnen viel Spaß mit dem Sinnieren über Ihre Motive!