KORUs Blog - I LOVE MY COMPANY - Mitarbeiterzufriedenheit

I MY COMPANY

Regelmäßig diskutiere ich mit Freunden darüber, ob mich mein Job oder die Firma für die ich arbeite, glücklich machen muss. Natürlich, ein gewisser „Standard“ sollte da sein, ich möchte natürlich nicht ausgebeutet, gemobt oder drangsaliert werden. Aber Arbeit ist keine Freizeit und schließlich bekomme ich mein monatliches Arbeitsentgelt als „Entschädigung für meine Leistung“, da muss ich ja nicht besonders glücklich sein. Ein neutraler Zustand sollte da für beide Seiten vollkommen ausreichend und angemessen sein. Oder etwa nicht?

Oft treffen mich in diesem Augenblick empörte Blicke – selbstverständlich muss mich meine Arbeit glücklich machen! Oder in anderen Worten: Ich sollte eine hohe emotionale Bindung zu meinem Arbeitgeber haben.

Naive Illusionen einer gefühlsverklärten Frau?

Worüber sich schon oft abends bei einem kalten Getränk die Geister geschieden haben, hat Gallup ganz klare Ergebnisse herausgearbeitet. Untersucht wurden rund 190 Unternehmen aus 34 Ländern. Ordnet man die Arbeitnehmer nach dem Anteil ihrer emotionalen Bindung zum Unternehmen und vergleicht dann das obere Viertel (hohe emotionale Bindung) mit dem unteren Viertel (niedrige emotionale Bindung), ergeben sich im Schnitt die folgenden Unterschiede.

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Quelle: Gallup-Q12® Meta-Analyse 2012

Arbeitnehmer mit hoher emotionaler Bindung haben nicht nur eine höhere Produktivität im Vergleich zu ihren Kollegen mit niedriger emotionaler Bindung (+21%) und eine höhere Rentabilität (+22%). Sie haben darüber hinaus eine geringere Abwesenheitsrate (-37%), weniger Qualitätsmängel (-41%) und wandern erheblich schwächer ab (-65% bei Unternehmen mit niedriger Fluktuation).

Ein gutes Gefühl bei der Arbeit und eine emotionale Bindung zum Unternehmen sind also keineswegs naive Illusionen. Diese weichen Faktoren zahlen sich für Unternehmen unmittelbar aus und sind direkt messbar. Grund genug für Firmen über Maßnahmen nachzudenken, die emotionale Bindung zu ihren Mitarbeitern zu stärken.